Obersaxen Friggahüs – Surcuolm

Hütte KartitschaUnsere heutige Wanderung ist auf der Wandersite detailliert beschrieben. Wir parkieren unser Auto in Surcuolm und warten auf das Postauto Richtung Friggahüs. Es ist grau, aber trocken und relativ warm. Die ersten paar hunder Meter geht’s der Strasse entlang, bis gleich vor der Brücke der Weg links abzweigt. Es liegt nur wenig Schnee auf dem Weg, aber er ist nass und schwer. Schon nach einer Viertelstunde ziehe ich den Mantel aus. Kurzes Staunen beim Wegweiser Wanna, der mit einer Höhe von 1395 m.ü.M. beschriftet ist, aber dort steht, wo eigentlich einer mit 1453 angeschrieben sein müsste. Sollten wir vielleicht dem Verkehrsbüro Obersaxen und den Bündner Wanderwegen melden.

Bei Ober Huot, P. 1481, begegnen uns zwei Wanderer, kurz darauf ein einzelner Mann. Es werden die einzigen Menschen bleiben, bis wir das Bergrestaurant Wali erreichen. Über die Kette des Piz Sezner ziehen dunkle Wolken und der Föhn bläst teils heftig. Oberhalb Tristel lädt eine Bank zur kurzen Pause. Wir trinken einen Schluck, schauen auf die gegenüberliegende Hangseite und stellen fest, dass auch in Brigels kaum Schnee liegt. Weiter geht es an der Feuerstelle und dem Ende des Walserweges vorbei Richtung Wali. Den Lift auf den Sezner sehen wir von weitem. Trotzdem sind wir noch weit weg vom Trubel auf den Pisten. Kurz nach 12 Uhr erreichen wir das Bergrestaurant Wali. Die Mägen knurren heftig. Wir setzen uns in den bedienten Teil des Restaurants. Die Menükarte überrascht mit Pouletspiessli begleitet von Ricotta-Rosa-Pfeffer-Glacé. Das muss ich probieren! Und siehe da, ich bekomme tatsächlich eine Art Satay-Spiessli begleitet von einer Kugel Glacé. Das Eis ist leicht süsslich, passt aber gut zum Poulet. Und zum Trockenreis auch. Ausserdem stimmt es mich gleich aufs Dessert ein: Ich gönne mir gleich noch zwei Kugeln Mövenpickglacé zum Kaffee. Während der Mittagspause hat sich die Sonne den Himmel erobert. Wir queren die Brücke beim Wali und gehen am linken Pistenrand aufwärts, bis wir auf 1760 m.ü.M. den Bach queren und es gleich danach drei, vier Meter steil bergan geht. Es ist eisig, weil überall Wasser aus dem Berg drückt und Eisblasen bildet. Der Weg ist im Winter gut markiert, aber nirgends eingezeichnet. (Wie es im Sommer aussieht, weiss ich (noch) nicht.) Wir gehen unterhalb des Lifts hindurch, immer schräg im Hang. Manchmal ist es rutschig, weil wieder Wasser aus den Hängen drückt und gefriert. Dann wieder ist es matschig-dreckig, weil wirklich nicht viel Schnee liegt. Nach ziemlich genau einer Dreiviertelstunde erreichen wir dann die Kartitscha. Wir kehren ein und trinken einen Punsch.

Schlittelweg und WanderwegNachher geht’s auf dem gut ausgeschilderten Schlittelweg bergab Richtung Untermatt. Auch hier könnte man einkehren, sei es bei Leo oder in Wisis Büra Beiz. Wir fühlen uns aber noch genügend ausgeruht und gehen weiter Richtung Vogel. 300 m nach Leos Beiz steht links ein einzelner Stall. Hier ist ein Winterwanderweg gesteckt, der direttissima über den Hang hinabführt und am Waldrand entlang später wieder in den Fahrweg mündet. Beim Wegweiser Vogel queren wir das Tobel. Auf der anderen Seite geht’s einige Meter bergauf. Teils ist der Schnee weggeschmolzen und wir gehen ein paar Schritte auf Teer. Am Ende der Steigung lockt ein rotes Bänklein, dort wo der Weg von Gischniga her auf unseren trifft. Wir überholen eine Gruppe Spaziergänger, deren Hund im Schnee tollt und versucht den Frisbee zu fangen, der im Schnee davonrutscht. Die Talstation Gadastatt bei 1480 m.ü.M. steht da wie eh und je. Der Lift läuft längst nicht mehr. Seit der altehrwürdige Piz-Mundaun-Skilift durch einen Sessellift ersetzt wurde, braucht es ihn nicht mehr. Wir durchschneiden jetzt die blaue Piste und es geht wieder etwas bergauf. Der wenige Schnee ist meistens schwer und nass und eher anstrengend. Ein weiteres Tobel und dann die rote Piste nach Valata. Wir behalten die Höhe und kommen kurz darauf in die schwarze Piste. Hier kommt unser Weg mit dem Winterwanderweg nach Cuolm Sura zusammen. Auf dem Weg, den wir gestern bergauf gegangen sind, gehen wir nun bergab, Richtung Surcuolm. Ein paar Schlittler überholen uns. In Surcuolm angekommen setzen wir uns in die Ustria Hurti und bestellen ein Zvieriplättli. Die kleine Beiz ist gemütlich: Gerade mal 3 Tische gibt es. Und doch würden wohl um die 25 Personen Platz finden. Es fehlen uns nur noch die letzten 5 Minuten, bis wir wieder beim Auto sind. Die Beine sind ganz schön müde – aber eine schöne Tour war’s!

Einkehr – Downloads

Einkehr: Bergrestaurant Wali, Obersaxen, www.bergrestwali.ch und Bergrestaurant Kartitscha, Obersaxen, www.kartitscha.ch sowie Ustria Hurti, Surcuolm, www.obersaxen.ch/Restaurant.521.0.html

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